anspringen


anspringen

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an|sprin|gen ['anʃprɪŋən], sprang an, angesprungen:
1. <itr.; ist in Gang kommen:
der Motor sprang nicht an.
Syn.: anlaufen.
2. angesprungen kommen: [springend] herbeieilen:
als es Eis gab, kamen die Kinder alle angesprungen.
Syn.: anrücken, kommen.
3. <tr.; hat
a) an jmdm. hochspringen:
der Hund sprang sie vor Freude an.
b) sich mit einem Sprung (auf jmdn./etwas) stürzen:
der Tiger hat den Dompteur angesprungen.
Syn.: anfallen, angreifen, attackieren, herfallen über, sich hermachen über.

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ạn||sprin|gen 〈V. 248
I 〈V. tr.; hat〉 jmdn. \anspringen mit Sprung angreifen, sich auf jmdn. stürzen, an jmdm. hochspringen ● der Hund sprang den Einbrecher an; der Hund sprang mich freudig bellend an
II 〈V. intr.; ist
1. in Gang kommen, zu laufen beginnen
2. mit Sprung zum Lauf ansetzen
● der Motor springt nicht an; der Skiläufer sprang an und sauste den Berg hinunter; die Kinder kamen angesprungen kamen springend herbei; er ließ den Motor \anspringen setzte ihn in Gang; auf etwas \anspringen 〈umg.〉 (sofort) zustimmend auf etwas reagieren, eingehen; er sprang auf den Vorschlag sofort an

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ạn|sprin|gen <st. V.>:
1.
a) <hat> sich mit einem Sprung auf jmdn. od. ein Tier stürzen; anfallen:
der Luchs springt sein Opfer an;
Ü Furcht springt sie an (geh.; überkommt sie);
b) <hat> an jmdm. hochspringen:
der Hund springt seinen Herrn an;
c) gegen etw. springen:
gegen die Tür a.
2. <hat/ist> (Turnen)
a) nach kurzem Anlauf od. aus dem Stand an das Gerät springen:
den hohen Holm a.;
in den Stütz a.;
b) aus einem Sprung heraus turnen:
eine Rolle a.;
ein angesprungener Überschlag.
3. <ist> sich in großen Sprüngen nähern:
<meist im 2. Part. in Verbindung mit »kommen«:> die Kinder kommen angesprungen.
4. <ist> in Gang kommen:
der Wagen, der Motor springt [gut, schwer, nicht] an;
Ü die anspringende Konjunktur.
5. <ist> (ugs.) zustimmend auf etw. eingehen:
auf ein Angebot [sofort, nicht] a.;
mal sehen, ob er [drauf] anspringt.

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ạn|sprin|gen <st. V.>: 1. a) sich mit einem Sprung auf jmdn. od. ein Tier stürzen; anfallen <hat>: der Luchs springt sein Opfer an; Eckhoff ... fiel zu Boden, als Viehmann ihn von hinten ansprang (Degenhardt, Zündschnüre 10); Ü (geh.) Furcht springt sie an (überkommt sie); Mit voller Gewalt sprang die Wahrheit ihn an (Langgässer, Siegel 255); b) freudig an jmdm. hochspringen <hat>: der Hund springt seinen Herrn an; c) gegen etw. springen <ist>: gegen die Tür a.; Ü (geh.:) die See ... sprang wütend die Boote an (Ott, Haie 127). 2. <hat/ist> (Turnen) a) nach kurzem Anlauf od. aus dem Stand an das Gerät springen: den hohen Holm a.; in den Stütz a.; b) aus einem Sprung heraus turnen: eine Rolle a.; ein angesprungener Überschlag. 3. sich in großen Sprüngen nähern ist; meist im 2. Part. in Verbindung mit „kommen“>: die Kinder kommen angesprungen. 4. in Gang kommen <ist>: Der Motor sprang sofort an, versackte aber dann gleich wieder (Kirst, 08/15, 615); Plötzlich sprangen ... die Peitschenleuchten an (Springer, Was 167); der Wagen springt [gut, schwer, nicht] an; Gleich darauf hörten wir ... den anspringenden Rotor eines Hubschraubers (Simmel, Stoff 619); Ü dank der anspringenden Konjunktur (VDI nachrichten 18. 5. 84, 7); Er gähnte ... und sprang überhaupt nicht an (wurde nicht recht wach; B. Vesper, Reise 191). 5. (ugs.) zustimmend auf etw. eingehen <ist>: auf ein Angebot [sofort, nicht] a.; mal sehen, ob er anspringt; ... schien ... der Typ, der auf so etwas (= jemandes Charisma) ansprang, unter den Deutschen beängstigend häufig zu sein (Heym, Nachruf 44).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Anspringen — Anspringen, 1) (Reitk.), rechts od. links a., wenn das Pferd nach dem Einsetzen in Galopp entweder die rechten od. linken. Vorder od. Hinterfüße zuerst weitersetzt, s. u. Reitkunst; 2) (Jagdw.), sich dem Auerhahn (s.d.) nähern …   Pierer's Universal-Lexikon

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